Fakten

Grundsätzliche Maßnahmen zur chinesischen Diagnostik in unserer Heilpraxis:

• Zungendiagnose
• Pulsdiagnostik
• Bauchdiagnostik
• Meridiandiagnostik
• Ausführliche Befragung

 


Hand, Finder, Tastsinn, Puls, Handgelenk, Diagnose, Medizin, Alternativmedizin, Therapei, Gesundheit, Arzttermin, Krankheit, Krankheitserkennung, Vorsorge, TCM, heilen, Heilkunst, gesund werden,
Pulsdiagnose
Zunge, Organ, Sehen, Schau, Arztbesuch, Vorsorge, Patientenuntersuchung, Bewertung, Oberfläche, Merkmale, Medizin, Alternative, Heilung, heilen, TCMSymbol-Lupe
Zungendiagnose
Patient, Beratung, Gespräch, Abtasten, Pulsdiagnose, Zungendiagnose, Untersuchung und Krankheitserkennung/DiagnoseArztbesuch, Arzttermin, Bestellung, Fragen, Früherkennung, Diagnostik, Krankheit, Schwäche, Körper, Untersuchung, Aufklärung, Zusammenkunft
Patientenuntersuchung

Die Diagnose der Chinesischen Medizin


1. Allgemeines über Erkrankungen und Diagnostik

Erkrankungen sind immer Ausdruck eines äußerst komplexen Geschehens im Organismus. Einzelursachen für Krankheitsabläufe sind in der Regel nicht zu finden, mit Ausnahme eines Unfallgeschehens vielleicht. Nach Einzelursachen vor allem bei chronischen Erkrankungen zu suchen ist im Grunde wenig ergiebig bzw. führt sehr schnell auf eine falsche Fährte.

Fast jeder hat das schon erlebt!
Nach Untersuchungen, egal ob nun Blutwerte, bildgebende Verfahren oder Erregernachweise, glaubt der Finder fast ausnahmslos, etwas Wichtiges gefunden zu haben. Vor allem dann, wenn durch die Befund die Möglichkeit eröffnet wird, Arzneimittel oder Chirurgie einzusetzen.

Befund führt also sehr häufig zu Therapie.
Bei weitem nicht jede Therapie bessert bekanntlich die Beschwerden. Denn: Welche Bedeutung hat ein Einzelbefund im Rahmen der jeweiligen Gesamterkrankung? Leider oft eine begrenzte.

nach oben

2. Westliche Diagnose

Ein einfaches Beispiel
Man hat Magenschmerz, Sodbrennen, eine Untersuchung mit Magensonde zeigt eine gerötete Magenschleimhaut, was oft als Entzündung interpretiert wird, und es werden Magensekretionsblocker eingesetzt.

  • Prinzip:Weniger Magensäure führt zu wenige gereizter Magenschleimhaut und daduch gleichzeitig zu weniger Sodbrennen.
  • Nachteil: Ursachen der verstärkten Magensäuresekretion werden nicht behandelt.

Ein etwas komplizierteres Beispiel
Beim Arzt wird ein Blutdruckwert von 150/90 festgestellt.
Der Patient bekommen daraufhin ein blutdrucksenkendes Medikament verschrieben. 

  • Prinzip: Erhöhter Blutdruck gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Diagnostisches Problem: Ist ein einmalig gemessener Blutdruckwert von 150/90 schon ein Risikofaktor?

Als verläßlicher Messwert gilt der sogenannte Ruheblutdruck, d.h. der unter Ruhebedingungen gemessene Blutdruck, nachdem man mindestens fünf Minuten ruhig gesessen hat. Eine Situation, die bei der Messung in eine Arztpraxis selten anzutreffen ist. Eine Messung über ein bis zwei Wochen zu Hause wäre eine unbedingte Vorraussetzung, um anschließend bei dann immer noch erhöhtem Blutdruck medikamentös einzugreifen. 

  • Nachteil der Behandlung leicht erhöhter Blutdruckwerte

Leicht erhöhte Blutdruckwerte (d.h. diastostolische Blutdruckwerten von bis zu 95 mm Hg) sind in den überwiegenden Fällen lediglich Ausdruck einer Verschlechterung der Durchblutung in bestimmten Körperregionen, so daß Maßnahmen zur regionalen Durchblutungsverbesserung den Blutdruck durch Behandlung der Ursachen normalisieren können. Die sogenannte streßbedingte Blutdrucksteigerung ist nur eine der durchblutungsfördernden Maßnahmen des Körpers. 

Lebenslange Einnahme von Blutdrucksenkern wird problematisch in den Fällen, wo bei einer zeitlich begrenzten Blutdruckkrise mit erhöhten Blutdruckwerten im Rahmen einer komplexen Erkrankung die Ruhe-Blutdruckwerte sich wieder normalisieren, aber nie überprüft wird, ob die Normalwerte auch ohne Blutdrucksenker erzielt werden, eine in der Praxis nicht selten auftretende diagnostische Unzulänglichkeit.

Unqualifizierte Verschreibung von Blutdrucksenkern kann vor allem bei Blutdruckwerte von unter 110/60 und Herzfrequenzen von unter 60/min die Ursache eine verschlechterte Kopfdurchblutung sein. Leicht zu diagnostizieren als schwache Pulsation der Arteria radialis, der Arteria carotis bzw. der A. temporalis und bei Auftreten von Allgemeinsymptomen wie ständiger Müdigkeit, Schwindel, Lebensunlust, generelle Abgeschlagenheit, was zu degenerative Augenerkrankungen wie Macula-Degeneration bzw. Demenzerkrankungen führen kann. Erkrankungen also, an denen weltweit noch herumgerätselt wird, aus Sicht der Chinesischen Medizin aber in vielen Fällen durch Fehlbehandlung mit diversen Kreislauf-Dämpfern, insbesondere Blutdrucksenkern, zurückgeführt werden dürfte. 

  • Einfacher Ratschlag: Messen Sie Ihren Blutdruck früh und abends täglich, wenn Sie Blutsenker einnehmen. Wenn Sie zwei Wochen lang Blutdruckwerte im Normalbereich haben, gehen Sie zu Ihrem Arzt und bitten Sie um schrittweise Reduktion der blutdrucksenkenden Medikamente.

     

nach oben

3. Chinesische Diagnose

Wie anfangs bereits dargelegt: 

  • Erkrankungen sind immer Ausdruck eines äußerst komplexen Geschehens im Organismus, Einzelursachen für Krankheitsabläufe sind in der Regel nicht zu finden. 
  • Die Betonung liegt unbedingt auf dem Prozeßcharakter von Krankheiten. 
  • Diagnosen sind immer nur Vermutungen über augenblickliche Zustandsbilder. Alles unterliegt jederzeit der Veränderung. Dennoch sind effektive Behandlung mit chinesischer Medizin möglich. 
  • Der Organismus steht in einem ständigen Austausch mit der Umwelt. 


Jeder Organismus ist im Interesse seines Überlebens gezwungen, mit dem Schwingungsprozessen seiner Umgebung mitzuschwingen. Wenn er das nicht kann oder nicht mehr ausreichend kann, zeigen sich Symptome, die wir schnell bereit sind, als krankhaft zu definieren. 

Kleines Beispiel
Biologisch eingeordnet, gehört der Mensch zu den Warmblütern. Wenn er leben will, muß er immer eine Temperatur von etwa 36,0° - 36,5° einhalten, d.h. seine Körpertemperatur selbst regulieren.

Nun leben wir erfreulicherweise bei einer Umgebungstemperatur, die selten die 37 Grad übersteigt. Unsere hiesige Lebensgefahr ist also nicht Hitze, sondern Kälte. So sollte die Basis chinesischer Diagnostik nach wie vor das 1 800 Jahre alte "Shang Han Lun" sein, d.h. die Diagnostik und Behandlung von äußerlich durch Kälte zugezogenen Erkrankungen. 
Wenn dieser großen altchinesischen Medizintheorie zufolge Kälte meist in Kombination mit Wind, Wind-Nässe oder Wind-Trockenheit in den Körper einzudringen versucht, kann der Organismus mit Hilfe seiner vitalen Yang-Kräfte ohne Probleme die sogenannten pathogenen Faktoren wieder aus dem Körper herausleiten und somit Homöostase (inneres Fließgleichgewicht) bezüglich Körpertemperatur wieder herstellen.

Das Szenario der durch Kälte zugezogenen Erkrankung ist als Infekt oder Grippe wohlbekannt, oder wie der Name im Deutschen sehr genau angibt: die Erkältung. Auch hier treten bekanntermaßen Symptome auf, die eher einem vielschichtigen Symptomablauf darstellen. Im Falle einer guten körperlichen Regulation sind diese Symptome aber nach 12-14 Tagen wieder verschwunden. 

Es gibt aber eine heute leider häufige Regulationsschwäche, so dass die akuten Symptome sich verändern oder neue Symptome hinzutreten. Diese können dann wochen- bis jahrelang im Körper verweilen. Der so genannte verschleppte Infekt, der aufgrund meiner eigenen Behandlungserfahrung viel häufiger als vermutet auftritt. Sowohl im akuten wie chronischen Fall lässt sich mit chinesischer Diagnostik der Ablauf dieses Szenariums aufklären und ganz gezielt behandeln! 

Im Übrigen: 
Die Ursache von Infekten ausschließlich auf Keime wie Viren oder Bakterien zurückzuführen zu wollen, kann aus Sicht der chinesischen Medizin nur als Teilwahrheit anerkannt werden. Die erfolgreiche Behandlung selbst von komplizierten Infektverläufen mit Heilpflanzen wiederspricht dieser westlichen Infekttheorie. 

Im Vordergrund chinesischer Diagnostik steht also nicht so sehr das Erkennen von Erkrankungsresultaten, sondern das Erkennen von Erkrankungsprozessen.

Das vorhandene Krankheitsbild zeigt sich an sehr aktuellen, ja sogar tages- , stunden- bzw. sekundenaktuellen Symptomen. Beispielsweise wird ein Infekt anhand der Tagessymptome behandelt, nicht der Infektsymptome der vergangenen Tage. 
Das hört sich simpel an, ist aber in anderen Medizinsystemen nicht unbedingt üblich. Wie überhaupt chinesische Medizin simpler ist als gemeinhin gedacht wird.
Man behandelt gezielt das, was aktuell vorliegt, d.h. ein 14-Tage-Infekt muß mindestens im 3-Tage-Abstand behandelt werden aufgrund des Symptomwandels, der oft, aber nicht immer, Ausdruck einer veränderten Eindringtiefe der Erkrankung in den Organismus ist. Das macht dann eine jeweils andere Arzneimittel-Kombinationen nötig. Was wiederum im Erkrankungsverlauf einen sehr engen Kontakt zwischen Patient und Therapeut erforderlich macht..  

Zum Trost: Es gibt bei der chinesischen Infekt-Behandlung auch viele stark verkürzte und symptomarme Krankheitsverläufe, die dann nur eine ganz lockere Patient-Therapeut-Bindung erfordern.

nach oben

4. Hauptmethoden chinesischer Diagnostik

Geräte sind zur chinesischen Diagnose nicht notwendig, mal abgesehen von energetischen Messungen, die eher ergänzend eingesetzt werden können. 

Grundsätzlich ist jedoch jeder, auch der westliche Befund hilfreich. 
Es ist aber eher so, daß westliche Befunde nach chinesischer Diagnostik und Behandlung verschwinden, teils aufgrund gezielter Beeinflussung durch chinesische Medizin, teils als Begleitergebnis der Behandlung: 

  • erhöhte Cholesterin- , Zucker-, Harnstoff- oder Fettwerte 
  • erhöhte Blutdruckwerte 
  • pathologische Atempararmeter 
  • durch Ultraschall gefundene Zysten, Myome der Gebärmutter
  • und so weiter


Es ist keine Schande, eher das Bewundernswerte der Chinesischen Medizin, wenn hauptsächlich mithilfe der Sinnesorgane die Diagnose gestellt werden kann. 

Sehen
Weniger Riechen und Schmecken, sondern Sehen ist 
eine der beiden Haupmethoden. Angewandt als: 

  • Zungendiagnostik 
  • Antlitz- und Körperdiagnostik

Tasten
Ganz wichtig und nach vielen Jahren chinesischer Praxis, liefern Tastbefunde die sichere Grundlage der chinesischer Diagnostik:

  • Pulsdiagnostik
  • Bauchdiagnostik 
  • Diagnostik der Leitbahnen und veränderderter Akupunkturpunkte

Befragen
Diagnostik durch Befragen des Patienten ist sehr zeitaufwendig und kann mehr als eine Stunde beanspruchen. Dieser Diagnostikteil  kann aber im Laufe der Praxisjahre des Therapeuten zunehmend verkürzt werden, wenn vor allem die qualifizierte Pulsdiagnose bereits die notwendigen objektiven Resultate liefert. 

Ausnahmen von diesem diagnostischen Vorgehen 
bilden die meisten der von mir angewendeten Akupunkturen: 

  • Schmerzakupunktur erfolgt nach relativ kurzer Leitbahndiagnose, 
  • Fünf-Elemente-Akupunktur erfolgt in Abhängigkeit von der Pulsdiagnose

nach oben

5. Einheit von Diagnostik und Therapie

Ziel einer qualifizierten chinesischen Diagnostik ist ein klares Momentanbild über Richtung und Kraft der Yang-Energien des Körpers und die dabei auftretenden Fließhindernisse und Fließhemmnisse.  
Mit obigen sensorischen Methoden lassen sich diese Pathologien in Form spezifische Muster herausfinden. Häufig sind Yangmangel-Muster in Kombination mit Fließhindernissen zu finden und spezifisch zu behandeln. 
Die freie und harmonische Zirkulation von Energie und Blut im gesamten Körper ist das ideale Resultat der chinesischen Therapie, bringt Haupt- und Nebensymptome zum verschwinden und führt zu dem Gefühl von Gesundheit und Wohlbefinden.

Bei akuten Problemen kann die therapeutische Lösung sofort nach Behandlungsbeginn einsetzen, bei chronischen Problemen sind oft wochen- bis monatelange Behandlungen notwendig. 


nach oben

© HP Dr. Steffen Schumann • www.dresden-tcm.de