Moxibustion bzw. Moxa-Therapie


1. Grundsätze

Wärme-Kälte, Feuchtigkeit-Trockenheit: das sind die vier inneren Grundzustände, die in der chinesischen Medizin eine große Rolle spielen. Durch viele diagnostische Methoden ist es möglich, diese vier Grundzustände im Körper und in dessen verschiedenen Regionen genau zu erfassen. Jede Heilpflanzenbehandlung ist auf eine solche Diagnostik angewiesen. Selbst die frühere westliche Pflanzentherapie arbeitete mit diesen Differenzierungen. 

Wärmezufuhr von außen
Wärmezufuhr von außen ist also eine einfache, aber oft notwendige Möglichkeit, die aktuelle Minderversorgung einer Körperregion mit Blut und Energie zu verbessern. 
Einfachste und bekannteste Therapieform: Das warme Fußbad.

Kalte Füße sind im Alter oft Mitursache schlechten Einschlafens. Energie und Blut wird durch ein Fußbad vom heißen Kopf in die kalten Füße gezogen, oft wirksamer als Schlaftabletten.

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2. Wärmebehandlung in der Praxis


Einsatz von Wärmelampen während der Akupunktur
Akupunktur wirkt oft nicht ausreichend, weil im Winter häufig Füße und Beine zu kalt sind, hier hilft der Einsatz einer speziellen, in China entwickelten Wärmelampe recht gut.
Auch die Akupunktur mit Einbeziehung von Rückenpunkte ist häufig nur mit ergänzender Wärmezufuhr für die oft verspannte Rückenmuskulatur ordentlich wirksam.

Moxabehandlung während der Behandlung in der Praxis
Vor allem japanische Forschungen haben gezeigt, dass die Beeinflussung des verquollenen, chronisch geschädigten Bindegewebes über eine zusätzliche Behandlung mit Wärme deutlicher Verbesserungen bringt. In Japan und China wird Wärme in Form von Moxaszigarren, –stäbchen oder –kegel angewendet. Diese Therapieform ist in Verbindung mit Akupunktur allerdings relativ zeit- und damit auch kostenaufwendig.

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3. Wärmetherapie für Zuhause


Moxabehandlung als zusätzliche preisgünstige Heimbehandlung
Teilweise ist es in Japan durchaus üblich, daß man sich beim Therapeuten die Diagnose erstellen lässt, der Therapeut zeichnet die Punkte an und die liebe Oma hat noch die Fähigkeit, die Moxabehandlung zu Hause selbst durchzuführen. Aber auch viele Japaner haben weder Geduld noch die nötige Laienausbildung, um Moxabehandlung ähnlich wie in der Praxis selbst durchzuführen. Japaner haben deshalb den so genannten „tigerwarmer“  entwickelt, mit dem jeder Patient ohne Vorkenntnisse seine Moxabehandlung selbst zu Haus durchführen kann.

Vorteile der Selbstbehandlung mit Moxa:
Das Bindegewebe kann jeden Tag beeinflusst werden. Außerdem ist die Behandlung preisgünstiger als in der Akupunkturpraxis. Die wärmenden Moxastäbchen kommen nicht in einen Direktkontakt mit der Haut

Moxa ist über Jahre sorgfältig getrocknet Beifußkraut. Es besitzt angebrannt eine besonders starke wärmeabstrahlende Wirkung. Meist wird es in Stäbchenform über die zu behandelnde Stelle gehalten.

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© HP Dr. Steffen Schumann • www.dresden-tcm.de