Therapieansatz

Traditionelle Chinesische Medizin als Behandlungsmethode bei akutem Burnout-Syndrom als auch zur Prävention gegen chronische Erschöpfung und Ausgebranntsein.

Chinesische Diagnose
Akupuntur
Heilpflanzentherapie / Kräuterbehandlung

Heilpraktiker, Krankheitserkennung, Diagnose, Untersuchung, Organismus, Krankheit, Erkennung, Fürsorge, Krankheitsablauf, Abtasten, Person, Krankheit, krank, Erkrankung, Symptome, Krankheitsbild, Therapeut, sehen, fühlen, Zustandserkennung, Körper, Befund, Beschwerden, Tagessymptome, Infektsymptome, diagnostizieren, Erkenntnis, Mangelerscheinung, Zeichen, Symptomatik
Nadel, Akupunktur, Einstich, Heilmethode, Therapie, Akupunkturpunkt, Meridian, Energie, Behandlung, Dresden, Heilpraxis, Energiefluss, Stechen, Nadelstich, Technik, Körperenergie, freigeben, Ausgleich, Energieverlagerung, Körperenergie, Meridian, Lebensenergie, Qi, Akupunkturpunkte, Längsbahnen, Störung, Blockade, lösen, krank, Krankheit, Behandlung, Wirkung, Mechanismus, Gesundheit,
Tee, Alternative, Kräuter, Aufguss, Getränk, Pflanzen, Pflanzenteile, Therapie, Pflanzenheilkunde, Heilwirkung, Heilmittel, Tradition, Käutermix, Wasser, Wurzel, Blätter, heiß, WArm, Zutrinken, Tasse, trinken, Heißgetränk, Medizin,

Krankheitsbilder

Hinweisende Symptome für ein Burnout, die mit Hilfe der TCM teils direkt, teils indirekt behandelt werden können:

in der Arbeitswelt

  • Gleichgültigkeit & Desillusionierung
  • Leistungsunfähigkeit
  • Apathie, Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit
  • Depression
  • kraftlos, müde und mattes Gefühl

im privaten Bereich

  • Schlaf- & Konzentrationsstörungen
  • Freudlosigkeit, negative Haltung
  • reizbar, deprimiert, unzufrieden
  • Verdauungsstörungen
  • Kreislaufstörungen

Chronische Erschöpfung mit Chinesischer Medizin therapieren


1. Allgemeines zur Therapie

Aufgrund von Erfahrungen mit chinesischer Medizin kann man sagen, dass über 50% der Patienten bis zum 40. Lebensjahr eine Praxis für chinesische Medizin aufsuchen, wenn ein Erschöpfungssyndrom vorliegt. 50% scheint überraschend hoch zu sein, aber in Industrieländern geht man kaum zur chinesischen Behandlung wegen irgendeiner Bagatellerkrankung (denn man vermutet hohe Behandlungskosten, was aber vielfach nicht der Fall ist). Es liegt also häufig ein gesundheitlicher Notstand vor, wenn man zum „Chinesen“ geht. Und leider kommt dieser Notstand durchaus nicht selten vor. 

Natürlich können auch ältere Patienten plötzlich oder allmählich in einen Erschöpfungszustand geraten, aber sie vermuten oft das Älterwerden als alleinige Ursache. Jüngere Menschen jedoch kommen mit einem Schwächezustand, der vorher nicht da war, selten klar.

2. Burnout-Entwicklung bei jungen Menschen

Oft werden Schwächesymptome so gut es geht verheimlicht, denn der junge Mensch fühlt sich in heutiger Zeit verpflichtet, sich als dynamisch und munter der Umgebung zu präsentieren, und das in Beruf, Familie, Freizeit und Urlaub.
Schlappmachen gilt unter Leistungsträgern als Schwäche, die man sich auch persönlich nicht eingestehen will. Wenn Wochenende oder Urlaub zur Regeneration der Kräfte nicht ausreichen, wird zu verschiedenen Muntermachern Zuflucht gesucht, angefangen von Kaffee über Nikotin bis zu Sport. 

Hinsichtlich Sport gibt es zwei Erschöpfungstypen:

  • Typ 1 ist zum Sportmachen nicht mehr zu motivieren
  • Typ 2 wird nur noch munter beim Sport und verausgabt seine verbleibenden Energiereserven bei 2-3 Stunden Sport täglich oder noch mehr, so dass er nicht selten nach Monaten oder Jahren zu Typ 1 wird

Ja, es ist tatsächlich so, dass dieser Erschöpfungszustand, oft schwankend, in der Regel aber zunehmend, über Monate und Jahre anhält. Schulmedizin kann in den meisten Fällen nicht helfen. Nach der häufigen Diagnose „alles in Ordnung“ erfolgt die nächste Überweisung nicht selten zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Viele Patienten mit Erschöpfungssyndrom nehmen jahrelang Antidepressiva ein, ohne ihr Gesundheitsproblem damit grundsätzlich und nachhaltig zu klären.

nach oben

3. Aus Sicht der chinesischen Medizin

Die Hauptursache des chronischen Erschöpfungssyndroms ist aus Sicht der Chinesischen Medizin und aufgrund meiner persönlichen Erfahrung ein Infekt, der als chronischer Infekt – salopp gesprochen – im Körper steckengeblieben ist (siehe Artikel: Erkältungskrankheiten).

Die Chinesische Medizin spricht von krankmachenden Faktoren (pathogene Faktoren), die im Körper festsitzen und sich regelrecht festkrallen können. Es handelt sich meist um zu viel Trockenheit (oft aufgrund von sogenannter Resthitze), um zu viel Feuchtigkeit oder Stagnation von Feuchtigkeit, Schleim und/oder Blut bzw. den zahlreichen Kombinationen dieser Faktoren in verschiedensten Bereichen des Körpers. 

Unser gängiger Begriff „Verschlackungsprozeß“ läßt sich hier durchaus anwenden. Er findet nahezu ausschließlich im Bindegewebe statt und führt zu einer Vielfalt von Symptomen, je nachdem, wo diese Verschlackung stattfindet und welche pathogenen Faktoren vorherrschen.

Wenn zum Beispiel das Bindegewebe der Muskulatur betroffen ist, kann Schweregefühl in den Muskeln, Ziehen, Taubheit, dumpfer bis stechender, wandernder oder an einzelnen Stellen fixierter Muskelschmerz auftreten. Es hat für den Patienten dann oft den Anschein, dass die Beschwerden durch Veränderungen in Knochen oder Muskeln verursacht werden. Tatsächlich finden diese Prozesse aber im Bindegewebe der jeweiligen Organe bzw. Gewebe statt, bezüglich der Muskulatur in den bindegewebigen Abgrenzungsschichten des Muskelgewebes.

Diese vielfältigen pathogenen Faktoren sind mit den Methoden der chinesischen Medizin diagnostizierbar, allerdings nur vereinzelt. Gegenstand schulmedizinischer Fragenstellung und Untersuchung und werden dort oft nur als feststehende Krankheitsbilder wie Fibromyalgie usw. katalogisiert.

Ab einem bestimmten Schweregrad der bindegewebigen Veränderungen benötigt der Organismus dermaßen viel Energie für die Auseinandersetzung mit den pathogenen Faktoren, dass ein chronisches Erschöpfungssyndrom die Folge ist. Die Chinesische Medizin muss dann immer eine Doppelstrategie verfolgen: Zuführung von Energie und gezielte Ausleitung der pathogenen Faktoren. Für beide Aufgaben stehen Akupunktur und Heilpflanzentherapie zur Verfügung.

Die Qualität der chinesischen Behandlung steht in enger Beziehung zur Genauigkeit der chinesischen Diagnostik und der geschickten Auswahl der jeweiligen Akupunkturmethode bzw. der entsprechenden Heilpflanzen, sodass der Erfolg der chinesischen Heilmethode in sehr hohem Maß von Wissen und Erfahrung des jeweiligen Therapeuten abhängt. Es ist also durchaus möglich, dass z.B. die eine Akupunkturmethode hilft, die andere aber nicht, oder im Einzelfall hat der eine Therapeut Erfolg, der andere aber nicht.

nach oben

3. Therapie & Infektauslöser

Das chronische Erschöpfungssyndrom zeigt sich in sich ändernden Symptombildern, vor allem in Verbindung mit einem chronischen Infekt. Es wechseln sich Phasen, in denen wenig Beschwerden auftreten, mit akuteren Phasen ab. In Abhängigkeit vom sich ändernden Symptombild müssen auch die eingesetzten Heilpflanzen-Kombinationen geändert werden. Es ist also keinesfalls so, dass die gleichen Heilpflanzen in gleicher Kombination über Wochen und Monate verschrieben werden. Insbesondere bei sich ändernden Symptombildern bzw. beim Akutwerden chronischer Symptome ist der Patient angehalten, sich schnell mit mir in Verbindung zu setzen, damit geklärt werden kann, ob die gleiche Pflanzenkombination weiterhin einzunehmen ist oder die Heilpflanzenzusammensetzung teilweise oder grundlegend geändert werden muß. Hier ist ein Umdenken der Patienten nötig. Die allermeisten meiner Patienten bewerten es jedoch als positiv, dass nach dem aktuell vorhandenem Krankheitsbild behandelt wird und nicht jahrelang die gleichen Medikamente schablonenartig eingesetzt werden.

Ich habe den chronischen Infekt als Hauptursache des chronischen Erschöpfungssyndroms herausgestellt. Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Ursachen, die Energiemangel und Erschöpfung verursachen. Sie können im Rahmen der gründlichen chinesischen Diagnostik aufgedeckt werden. Zu Ihnen zählen:


  • Herzschwäche
  • Herz-Kreislaufschwäche
  • Überarbeitung geistig und/oder körperlich
  • Nebenwirkung von Arzneimitteln. Insbesondere sind hier zu hoch dosierte Blutdrucksenker zu nennen (siehe Artikel: Bluthochdruck)
  • Streßzustände
  • Zustand nach Geburt
  • Zustand nach Fehlgeburt
  • Zustand nach erfolgloser künstlicher Befruchtung
  • Zustand nach Operationen
  • Zustand nach schwerer Krankheit
  • Zustand bei und nach Chemo- und/oder Strahlentherapie
  • Zustand bei Tumorerkrankung und Tumorbehandlung
  • Bei und nach Schichtarbeit, Arbeitswechsel, Jetlag
  • Schwere emotionale Belastung nach Tod von Verwandten und Bekannten,
    nach Verlust des Arbeitsplatzes, bei Mobbing u.ä..
  • Kombination von emotionaler Belastung und akuter Erkrankung bzw. akutem Infekt
  • Energetisch-emotionale Situation als Frührentner bzw. bei Beginn des Rentendaseins infolge des Wechsel der Lebensform
  • Alle Suchterkrankungen. Sie führen oft zu einer besonders dramatischen Verausgabung der natürlichen Energiereserven, die nicht selten auch dann lebenslang reduziert bleiben können, wenn Suchtmittel bzw. Suchtstimuli längst abgesetzt sind.

nach oben

4. Fazit

Zusammengefasst ist die chinesische Medizin in der Lage, die verschiedenen Formen des chronischen Erschöpfungssyndroms wirkungsvoll zu behandeln. Es ist immer zu klären, ob ein chronischer Infekt am Erschöpfungssyndrom haupt- oder nebensächlich beteiligt ist, da in diesem Fall besonders erfolgreich und nachhaltig mit chinesischer Medizin geholfen werden kann.  

© HP Dr. Steffen Schumann • www.dresden-tcm.de